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Mammographie-Screening

Ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen ab 50 Jahren

Mit dem Mammographie-Screening auf Grundlage der Europäischen Leitlinien für die Qualitätssicherung des Mammographie-Screenings wird in Deutschland ein völlig neuartiges Früherkennungsprogramm eingeführt. Neu ist u. a. der Bevölkerungsbezug und eine Qualitätssicherung, die alle wesentlichen Prozesse der Screening-Kette umfasst. Mit Etablierung der Referenzzentren und der Start der ersten Einheiten in 2005 ist das Mammographie-Screening der flächendeckenden Einführung einen großen Schritt näher gekommen. Nach dem aktuellen Stand der Programmeinführung in den einzelnen Ländern hatte zum Jahreswechsel 2006/2007 rund die Hälfte der insgesamt 92 geplanten Screening-Einheiten ihren Betrieb aufgenommen. Inzwischen wurde das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening in ganz Deutschland etabliert. In Hessen ist der Aufbau des Screenings bereits abgeschlossen.

Mammographie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe der Röntgenuntersuchung. Brustkrebs ist sowohl die häufigste Krebserkrankung als auch Krebstodesursache bei der Frau. Durch das Mammographie-Screening kann Brustkrebs drei bis vier Jahre früher als durch die Tastuntersuchung diagnostiziert werden, was die Heilungschancen ganz erheblich verbessert. Angeboten wird dieses Programm allen Frauen von 50 bis 69 Jahren. Denn gerade Frauen dieses Alters sind besonders von Brustkrebs betroffen. Gehören Sie dieser Altersgruppe an, werden Sie alle zwei Jahre persönlich zu dieser Früherkennungsuntersuchung eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig. In den Regionen sind im Schnitt mehr als 50 Prozent der bisher eingeladenen Frauen der Einladung gefolgt. Nehmen Sie teil, werden Ihre Daten und Aufnahmen verschlüsselt erfasst und miteinander verglichen. So können selbst kleine Veränderungen bemerkt und - wenn notwendig - sofort behandelt werden.

Ziele des Programms sind:
  • Tumore in einem Stadium zu entdecken, in dem sie noch klein sind, möglichst unter 10 mm Durchmesser.
  • Überflüssige Operationen zur vermeiden, wenn sich Tumore als gutartig herausstellen.
  • Muss aber behandelt werden, kommen oft bessere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht. Zum Beispiel kann häufiger Brust erhaltend operiert werden.
  • Die Überlebenschancen zu verbessern im Falle bösartiger Erkrankungen.
  • Die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs langfristig in der Altersgruppe der 50 bis 69-Jährigen zu reduzieren.
  • Die Qualität der Früherkennung weiter steigern.

Die Kosten

Das Mammographie-Screening ist für Sie kostenlos. Alle entstehenden Kosten werden im Rahmen Ihres Krankenversicherungsschutzes übernommen. Auch die Praxisgebühr entfällt, weil das Mammographie-Screening Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms ist. Die Anfahrtskosten müssen Sie selbst tragen, sie können leider nicht erstattet werden. Getragen wird das Programm gemeinsam von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen. Unser Ziel: Brustkrebs früh erkennen, um die Behandlungs- und Heilungschancen kontinuierlich zu steigern.

Mammographie-Screening in Hessen

Bürgerinnen-Hotline
Für Fragen und Informationen rund um das Mammographie-Screening steht folgende Hotline zur Verfügung:
(01 80) 3 62 66 66

Nähere Informationen:
Screening Einheiten in Hessen (Terminverschiebungen sind möglich)

Icon PDF-Datei Informationsblatt (16 KB)

Formular für eine Telefaxanfrage an die zentrale Stelle in Hessen:
Icon PDF-Datei Formular Telefaxanfrage herunterladen (498 KB)


Internetangebot der Kooperationsgemeinschaft "Mammographie":
www.mammo-programm.de

Wegweiser Brustkrebs in Hessen
Informationen zum Mammographie-Screening finden Sie auch in der Broschüre des BKK Landesverbandes Hessen "Wegweiser Brustkrebs in Hessen". In der Broschüre werden Fragen zum Screeningprogramm beantwortet.