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Pflegestützpunkt Wiesbaden eröffnet

Krankenkassen und Stadt schaffen zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung bei Pflege

AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen
BKK Landesverband Hessen
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Landesvertretung Hessen
Knappschaft, Verwaltungsstelle Frankfurt
IKK classic
Landwirtschaftliche Sozialversicherung Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Landeshauptstadt Wiesbaden


Wiesbaden, 1. Juli 2010 - Die Landeshauptstadt hat einen Pflegestützpunkt (PSP). Am 1. Juli 2010 wurde in der Konradinerallee 11 (Amt für Soziale Arbeit, 65189 Wiesbaden) die landesweit mittlerweile vierte Einrichtung dieser Art ihrer Bestimmung übergeben. Sozialdezernent Arno Goßmann lobte den Pflegestützpunkt als "spezialisierte Anlaufstelle für alle medizinischen und sozialen Belagen der Pflege" sowie als "Netzwerk für betreuungs- und versorgungsrelevante Dienste und Leistungen". Der Pflegestützpunkt ist geöffnet: Montag bis Mittwoch 10-12 Uhr, Donnerstag 13-15 Uhr, Freitag 10-12 Uhr. Sondertermine können verabredet werden für Beratungen im häuslichen Umfeld eines Pflegebedürftigen, im Krankenhaus oder auch im Pflegeheim. Erreichbar ist der Pflegestützpunkt über die Rufnummern (0611) 31-3648 und 31-3590 oder per E-Mail: pflegestuetzpunkt@wiesbaden.de.

Nachdem der Bundesgesetzgeber im Zuge der Pflegereform am 1. Juli 2008 mit dem Paragraphen 92 c des Sozialgesetzbuches (SGB XI) die Voraussetzung für die Einrichtung von Pflegestützpunkten geschaffen hatte, legte im Dezember 2008 ein Erlass des Hessischen Sozialministeriums fest, dass in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt solch eine Anlaufstelle einzurichten ist. Ziel ist: Menschen mit Unterstützungs- und Hilfebedarf bzw. Angehörige und Menschen mit Behinderungen erhalten hier umfassende Informationen und kompetente Hilfe rund um das Thema Pflege. In der Landeshauptstadt Wiesbaden haben nun die R+V Betriebskrankenkasse (im Auftrag aller Pflege- und Krankenkassen in Hessen) und das Amt für Soziale Arbeit (für die Stadt Wiesbaden) diese gemeinsame Verantwortung übernommen.

Die Pflege und Krankenkassen erweitern mit den Pflegestützpunkten ihren kassenartenübergreifenden Service- und Beratungsauftrag. Hintergrund ist: Infolge der demografischen Entwicklung hat der Bedarf an Beratungen und konkreten Hilfen zu rechtlichen und praktischen Belangen der Pflege bzw. zur Betreuung und Versorung zugenommen.

Mit den Pflegestützpunkten werden zentrale Anlaufstellen für die Belange der Pflegebedürfigen und ihrer Angehörigen geschaffen. Der Service umfasst übrigens auch spezialisierte Beratungen zur Vorbereitung oder Umstellung auf alters- oder behindertengerechtes Wohnen. Barrierefreiheit ist für viele Menschen längst kein Fremdwort mehr. Auch hierzu beraten die Pflegestützpunkte und verweisen auf ein professionell dienstleistendes Netzwerk.